Öffentlichkeitsbeteiligung

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung wurde erfreulicherweise eine Vielzahl an Kommentaren, Bemerkungen und Anregungen abgegeben. Soweit sich die Kommentare auf das Forschungsprogramm, bzw. auf einzelne Forschungsthemen oder -projekte beziehen, werden sie hier veröffentlicht (Stand: 19. September 2003).

Die Kommentare sind wie folgt gegeliedert:

Bereich Biologie
Bereich Dosimetrie
Bereich Epidemiologie
Bereich Risikokommunikation

Bereich Biologie

Kommentar B01, eingegangen am 16.08.2003:

Im Zusammenhang mit der potentiellen Belastung durch Mobilfunkantennen und Mobiltelefonen würden mich zwei Punkte interessieren:

  1. welche Korrelation besteht zwischen Zahnersatz (Amalgam, Gold etc.) und einer möglichen Belastung?
  2. da des öfteren die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke diskutiert wurde: gibt es einen belegbaren Zusammenhang zwischen der Belastung durch Mobilfunk und dem Auftreten von multipler Sklerose und ähnlichen Erkrankungen?

Gerade der letzte Punkt interessiert mich besonders, da bei mir MS festgestellt wurde und nun vis-a-vis vor unserem Balkon eine Mobilfunkantenne aufgestellt wurde.

Kommentar kann folgenden geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren, z.B. Schwermetalle
  • Blut-Hirn-Schranke in vitro (BHS-Modell) und in vivo

Kommentar B02, eingegangen am 16.08.2003:

Werden denn auch mögliche genetische Veränderungen bei Lebewesen durch elektromagnetische Felder untersucht?

Inwieweit werden beispielsweise Tiere wie Fledermäuse tatsächlich durch elektromagnetische Felder in ihrer Lebensweise beeinträchtigt?

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Wirkmechanismen an Zellen (Funktionen)
  • Genotoxizitäts-Einfluss auf menschliches Blut
  • Differentielle Genexpression

Kommentar B03, eingegangen am 16.08.2003:

Ich bitte darum bei den geplanten Forschungsvorhaben auch Einflüsse der "DECT-Technologie" (schnurlose Heimtelefone) zu berücksichtigen.

Gerade hier handelt es sich um Dauersender im unmittelbaren Aufenthaltsbereich. Gleiches ist auch für die "WiFi-Technologie" (drahtlose PC-Netzwerke) anzunehmen.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Exposition durch kabellose Übermittlungsverfahren in Haushalt und Büro
  • Deutsche Erweiterung der multinationalen INTERPHONE-Studie

Kommentar B04, eingegangen am 16.08.2003:

Ich vermisse, dass die Vorschläge die fetale Entwicklung und das Baby bis Kleinkindstadium explizit erwähnen. Auf Kinder wird zwar eingegangen, aber zum Kind muss man ja erst einmal werden.

Evtl. ist Mobilfunk (oder allgem. elektromagnetische Wellen bestimmter Art) in der Schwangerschaft genauso schädlich wie Rauchen (Millionen Kinder kommen trotz Rauchens gesund zur Welt). Evtl. schützt auch die Fruchtblase. Ich bezweifle die direkte Schädlichkeit üblicher Funkemissionen auf die Entstehung und Entwicklung eines Babys zwar, aber nichtsdestotrotz sollte man in dieser Richtung forschen (...).

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Machbarkeitsstudie bzgl. altersabhängiger biophysikalischer Parameter
  • In vivo-Langzeitstudien

Kommentar B05, eingegangen am 17.08.2003:

(...) Zu den geplanten Untersuchungen des cerebralen Blutflusses, kann ich die Information liefern, dass die Mikrozirkulation bei Elektrosensiblen während GSM- (oder DECT-) Immission von ca. 1 mW/m² eindeutig in der Dynamik verändert wird nach ca. 5 min Exposition. Gleichzeitig zeigt die Variabilität der Herzrate (HRV) ein Einengung der Bioregulation.

Auf Grund meiner Klinikerfahrungen mit PET wird dieses Verfahren die hier zu diskutierenden regulatorischen Prozesse nicht aufzeigen können. Unabhängig von den Kosten und der Belastung für die Testperson halte ich dieses Verfahren für nicht aussagekräftig (...).

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Einfluss GSM- und UMTS-Signale auf EEG, Kognition und cerebralen Blutfluss

Kommentar B06, eingegangen am 17.08.2003:

(...) Unsere bisherigen Untersuchungen an in vitro-Modellen zeigen keine Korrelation zwischen der HF-Exposition und signifikanten Veränderungen im niederenergetischen Bereich auf. Unsere Erkenntnisse gehen dahin, dass Veränderungen während der biologischen Aktivität (z.B. Transkriptionsphase, Proteinsynthese, u.a.), also nur in-vivo auftreten. Hier schließt sich der Kreis zu der Erkenntnis, dass die Bioregulation per se betroffen ist. Es geht hier um langzeitige Expositionen im niederenergetischen Bereich! (...)

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Blut-Hirn-Schranke (in vitro)
  • Wirkmechanismen an Zellen (Demodulation, Pinealdrüse, Funktionen)

Kommentar B07, eingegangen am 17.08.2003:

(...) Hier sollte das Blut, bzw das Verhältnis Ery/Reti, einschl. Lymphozyten aus der Langzeitexposition als Bewertungsparameter herangezogen werden. Wie Sie wissen, führen wir diese Untersuchungen im umfangreichen Maßstab durch. Blut in-vitro zeigt keine Veränderungen bei Expositionen im Bereich 1 mW/m²; es interessiert weniger, was im Bereich der Grenzwerte nach der 26. BImSchV geschieht. (...)

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren
  • In vivo-Langzeitstudien
  • In vivo-Studien an AKR-Mäusen (Niederfrequenz, GSM, UMTS)

Kommentar B08, eingegangen am 17.08.2003: Untersuchung elektrosensibler Personen:

(...) Diese Testungen werden jetzt schon mit Erfolg durchführt in der Schlossklinik Gelchsheim unter technischer Mitwirkung der Umweltphysik GbR, Stockelsdorf. (umweltphysik@t-online.de).

Hinweis: Unsere Datenlage zeigt, dass die meisten Elektrosensiblen ursächlich eine ausgeprägte MCS mit Polyneuropathien haben (...)

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren

Kommentar B09, eingegangen am 17.08.2003:

(...) Biophysikalische Parameter als Marker für Elektrosensibilität konnten bisher nicht gefunden werden. Hier scheint mir der falsche Ansatzpunkt zu sein. Es sollte mehr auf die Aktivität der Bioregulation geachtet werden, die im Alter durch die erworbenen Vorbelastungen ohnehin eingeschränkt ist (...).

Kommentar kann folgenden geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Machbarkeitsstudie bzgl. altersabhängiger biophysikalischer Parameter
  • Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren

Kommentar B10, eingegangen am 17.08.2003:

Neben der Strahlung von Mobilfunktelefonen (Handys) muss unbedingt auch die Strahlung der DECT-Telefone untersucht werden, da diese permanent (24h) mit hoher Leistung und ebenfalls als gepulste Strahlung auf Lebewesen wirkt (...)

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Exposition durch kabellose Übermittlungsverfahren in Haushalt und Büro
  • Deutsche Erweiterung der multinationalen INTERPHONE-Studie

Kommentar B11, eingegangen am 17.08.2003:

(...) Der Vergleich zwischen gepulster und nicht gepulster Strahlung sowie die Höhe der Frequenz und deren Auswirkungen auf Lebewesen ist ebenfalls zu berücksichtigen, da gepulste Strahlung schädlicher wirkt als ungepulste Strahlung(...)

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Wirkmechanismen an Zellen (Demodulation, Funktionen)
  • in vivo-Studien an AKR-Mäusen (Niederfrequenz, GSM, UMTS)
  • Einfluss GSM- und UMTS-Signale auf EEG, Kognition und cerebralen Blutfluss

Kommentar B12, eingegangen am 26.08.2003:

Aus meiner Tätigkeit als Umweltberaterin in der Verbraucherzentrale ergeben sich folgende Schwerpunkte:

  • Zusammenhang zwischen "chemischen" und "physikalischen" Belastungen herstellen (Erfassung von Daten wie im Krebsregister) (...)

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren

Kommentar B13, eingegangen am 26.08.2003:

Nocebo-Effekte
Aus anderen Gebieten kennt man bereits Placebo- und Nocebo-Effekte. Ähnliches ist für Mobilfunkmasten bekannt geworden. Angesichts eines neuen solchen Masts beginnen viele Menschen, unter den üblichen - nämlich den dafür bekannt gewordenen - Symptomen zu leiden, selbst dann, wenn der Mast noch nicht in Betrieb genommen worden war. Unter - etwa in Kirchtürmen - verborgenen Masten dagegen musste niemand leiden, jedenfalls solange nicht, als man nichts von diesen Masten wusste. Das änderte sich jedoch schlagartig, nachdem solche Masten entdeckt wurden. Ich würde es begrüßen, wenn Sie in ihrem Forschungsprogramm auch derartige Effekte untersuchen würden (...)

Kommentar kann u.a. folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Untersuchung der Schlafqualität bei Anwohnern einer Basisstation

Kommentar B14, eingegangen am 31.08.2003:

Bei der gepulsten HF-Strahlung sollten Sie klassifizieren in stationäre Funksendeanlagen mit den Basisstationen für Handys und schnurlose DECT-Telefone sowie Handgeräten, d.h. Handys und schnurlose für Mobilfunk.

Grund: Hauptsächlich wird von Handy-Strahlen gesprochen und die Bevölkerung verbindet die Gefahren meistens nicht den DECT-Geräten. Aus eigener Erfahrung (...) gibt es keine Zweifel, daß die DECT-Technik (Basisgeräte in 80 cm Abstand, Handgeräte am Körper) hochgefährlich ist.

Nach Vorliegen der Ergebnisse der REFELX-Studie stellt sich die Frage, bei welcher Intensität mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit keine Schäden zu erwarten sind.

Dieser Wert dürfte entscheidend dafür sein, ob Mobilfunk in der heute bekannten Form überhaupt weiterhin vertretbar ist. Bisher haben meine Freunde und ich uns nur für eine Senkung der Grenzwerte eingesetzt.

Unlogisch ist die Weigerung der Industrie gegen eine Senkung der Grenzwerte in der 26. BImSchV, wenn die Werte darin meistens "deutlich" unterschritten werden (...)

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Deutsche Erweiterung der multinationalen INTERPHONE-Studie
  • Exposition durch kabellose Übermittlungsverfahren in Haushalt und Büro

Kommentar B15, eingegangen am 02.09.2003:
Betreff: Belastungen - hauptsächlich von Schwermetallen als Auslöser der Elektroempfindlichkeit - und eine entsprechende Lösung

Weswegen einige Menschen physiche Störungen empfinden hängt meiner Meinung nach von den Schwermetallbelastungen im Organismus ab. Das liegt zum großen Teil an der Versorgung der Zähne durch Strukturen mit Metalllegierungen und schadstoffbeladenen Verblendmaterialien samt Keramikmassen und an den Hilfsmitteln der Orthopädie. (...) weisen darauf hin, dass die verwendeten Materialien nicht der Verträglichkeit des Organismus entsprechen, weil sie viel mehr Mineralien enthalten als das Knochengewebe beinhaltet. (...) Daher die physischen Störungen und in extremen Fällen auch psychischen Störungen und es unbegreiflich wird, warum die Medikamente nicht mehr helfen.
Was kann man dagegen tun?
(...) Nach langjähriger Forschung konnte ich ein Material entwickeln, das diese Empfindlichkeitszustände beheben kann indem durch seine Anwendung den erhöhten KÖRPERSTROM auf die natürliche STROMKOSTANTE von 0,5 µV zurückführt, weil es nicht röntgenopak ist, außergewöhnliche Isolierfähigkeiten hat, von keiner Giga-Frequenz aufgeladen wird und, weil es die traditionellen Metallstrukturen in der Zahnheilkunde ersetzen kann, den Körperzellen keinen Schaden in der unmittelbarer Umgebung zufügen kann.
(...)
(Hinweis: Der Kommentar kann aufgrund seiner Länge hier nicht vollständig abgebildet werden. Wenn Sie den gesamten Kommentar einsehen möchten, senden Sie bitte eine Email an: forschungsprogramm-mobilfunk@bfs.de)

Kommentar kann folgenden geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren

Kommentar B16, eingegangen am 02.09.2003:

Die größte Gefährdung scheint dort zu entstehen, wo kein Sender vorhanden ist und das Handy einen Sender sucht. Da ich das Handy am Gürtel trage, spüre ich ein leichtes Ziehen an einer Operationsnarbe, wenn ich mich in einem unversorgten Wellental befinde.

Kommentar kann folgenden geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • SAR-Werte-Bestimmung im Rumpfbereich

Kommentar B17, eingegangen am 07.09.2003:

(...) Unter der Forschungskennzahl M003 soll der Einfluss von GSM und UMTS-Signalen auf die Signaltransduktion Zellzyklus-regulierender Proteine untersucht werden.
(...)
Wir haben in Kooperation mit der Fachhochschule Ulm, Abt. für Nachrichtentechnik die Möglichkeit, menschliche und tierische Zellen in einem gegen elektromagnetische Felder abgeschirmten Raum zu exponieren. Da Brustkrebs die häufigste bösartige Erkrankung der Frau darstellt und die seit Jahren steigende Inzidenz ursächlich nicht geklärt ist, besteht in der Bevölkerung große Sorge, dass zivilisatorische Einflüsse wie die Einwirkung elektromagnetischer Felder ursächlich beteiligt sein könnten. Mit den von uns verwandten Mammakarzinomzellkulturen soll der Einfluss der HF-Felder auf die Signaltransduktion der Apoptose, des Zellzyklusarrests und der DNA-Reparatur in Abhängigkeit des Status der p53-Suppressorgen-Mutation untersucht werden. Die vorgeschlagenen Untersuchungen leiten sich aus der biologischen Antwortkaskade auf eine Schädigung hin: in einer Zelle wird bei genotoxischer Schädigung zunächst ein Zellzyklusarrest eingeleitet, damit der Schaden nicht an Tochterzellen weitergegeben werden kann, die DNA-Reparatur wird eingeleitet und bei zu großer Schädigung der Zelltod durch Apoptose ausgelöst. Der Einfluß der HF-Felder soll auf der Ebene der p21WAF Expression, der CDK-Phosphorylierung, der bad-Expression, der Cytochrom c Freisetzung, der GADD-Expression und der PCNA-Expression in Zellen mit und ohne p53-Mutation quantifiziert werden.
Wir erachten es für äußerst sinnvoll, die Untersuchungen dieser differentiellen Genexpressionen nach HF-Exposition in das Forschungsprogramm aufzunehmen.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Einfluss von GSM und UMTS-Signalen auf isoliertes menschliches Blut (Gentoxizität und differentielle Genexpression)

Kommentar B18, eingegangen am 09.09.2003:

Aus Ihrer Homepage geht hervor, dass Sie ein Forschungsprogramm zur Aufdeckung der biologischen Folgen hochfrequenter elektromagnetischer
Wechselfelder der Mobilfunktechnologie auflegen wollen.
Wir können das nur begrüßen. Als Frauen mit und (noch) ohne Brustkrebs in unserer Patientinnen-Initiative mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V. (mit ca. 650 Mitgliedern die größte Brustkrebs-Initiative im deutschsprachigen Raum) vermissen wir jedoch die Berücksichtigung des Brustkrebses als mögliche Folgeerkrankung dieser Technologie.
Wir glauben, dass hier größter Klärungsbedarf besteht und fordern im Rahmen der von Ihnen avisierten "Öffentlichkeitsbeteiligung" öffentlich, Brustkrebs als häufigste Krebserkrankungen der Frau in diesem Forschungsprogramm zu berücksichtigen.

Kommentar enthält einen Neuvorschlag: Brustkrebs als Endpunkt untersuchen

Kommentar B19, eingegangen am 11.09.2003:

  1. Bei den EEG-Untersuchungen sollten neben der Spektralanalyse auf jeden Fall auch nicht-lineare Analysemethoden, wie von Lebedeva et al. und Marino et al. erfolgreich angewendet, zum Einsatz kommen.
  2. Neben Reaktionszeiten und Gedächtnis sollte man auch den von Meier (Biomed Technik 46,2001) gefundenen Effekt auf die mentale Regeneration untersuchen. Dabei fand sich nämlich keine "Verbesserung", wie bei den Reaktionszeiten.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Probandenstudie (Exposition durch Mobiltelefone)
  • Einfluss GSM- und UMTS-Signale auf EEG, Kognition und cerebralen Blutflus

Kommentar B20, eingegangen am 15.09.2003:

(...) Zunächst ist zu sagen, daß die Forschungsschwerpunkte (Biologie, Epidemiologie, Dosimetrie, Elektrosensibilität und Risikokommunikation) ausreichend weit gefaßt sind, so daß sich jeder potentielle Forschungsnehmer wiederfinden kann. Allerdings ist meines Erachtens die sinnesphysiologische Forschungsthematik nicht ausreichend berücksichtigt. Diese findet zwar im Bereich Biologie unter "M001 Kurz- und mittelfristige Effekte durch GSM- und UMTS-Signale auf das EEG, die kognitive Leistungsfähigkeit und den regionalen cerebralen Blutfluß" Erwähnung, wird aber in der Stellungnahme der Strahlenschutzkommission vom 3./4. Juli 2003 im entsprechenden Abschnitt 2.2.2 nicht mehr erwähnt. Es wird hier zwar Stellung zu "reizkorrelierten Hirnpotentialen" genommen, welches die Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Elektromagnetischen Feldern mit einem Sinnesorgan nahelegt, beschränkt sich aber auf zentrale Verarbeitungsmechanismen mit den entsprechenden Meßmethoden (EEG, MEG). Auf den möglichen Einfluß des HF-Feldes auf das periphere Sinnesorgan wird mit keinem Wort eingegangen.
Mein Vorschlag daher ist, den Forschungsfokus dahingehend zu erweitern, dass neben dem EEG oder MEG Methoden aufgenommen werden, die eine nicht-invasive Erfassung der peripheren Reizverarbeitung der Sinnesorgane mit physiologischen Methoden ermöglicht. Ich kann hier nur für das Hörorgan sprechen und möchte Sie darüber in Kenntnis setzen, dass mit den Otoakustischen Emissionen eine neue nicht-invasive, höchstsensitive physiologische Methode zu Verfügung steht, die kleinste Funktionsänderungen der Hörsinneszellen zu erfassen in der Lage ist.
Im Auftrag des Bundesamt für Strahlenschutz sind an unserer Klinik in den letzten Jahren zwei Forschungsprojekte zu dieser Thematik durchgeführt worden und zwar:

    T. Janssen, P. Boege, J. Mikusch-Buchberg von, S. Kunze and M. Scholz.
    Untersuchung zur Erfassung von Funktionsstörungen des Hörsystems bei Exposition gepulster hochfrequenter Strahlung mittels otoakustischer Emissionen. BMU-2002-605 (2002).

    T. Janssen, P. Boege, H. Dong. Untersuchungen von Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder der Mobilfunktechnik auf die neurale Schallverarbeitung des efferenten Hörsystems. BMU (2003).

In einer weiteren Studie, die von der Deutschen Telekom in Auftrag gegeben wurde, ist es uns gelungen, mit Hilfe der Otoakustischen Emissionen erstmalig kurzzeitige Effekte zu erfassen. Hierzu haben wir Otoakustische Emissionen zwischen den HF-Impulsen(GSM) gemessen, so daß eine etwaige Störung der Hörsinneszellen unmittelbar nach dem einzelen HF-Impuls (0,58 ms) erfasst werden kann. Es hat sich bei einigen Probanden eine HF-Feld induzierte Schwankung der otoakustischen Emissionen ergeben. Diese Schwankung betrug etwa ein Tausendstel des Dynamikbereichs des Ohres. Eine gesundheitliche Gefährdung kann daraus nicht abgeleitet werden. Es stellt sich aber die Frage, ab welcher Feldstärke größere Schwankungen auftreten. In Hinblick auf die Festlegung von Grenzwerten ist es sicherlich wünschenswert, neben den thermischen auch andere Meßgrößen heranzuziehen.
Die otoakustischen Emissionen bieten sich hier als nicht-invasive und objektive Methode an, die sich in einfacher Weise am Menschen einsetzen läßt. Aufgrund der Ergebnisse unserer Studie ergibt sich weiterer Forschungsbedarf. Ein Manuskript zu der Studie haben wir bei der Zeitschrift Radiation Research eingereicht.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Einfluss von Feldern des Mobilfunks auf Sinnesorgane. A. Das Hörsystem. B. Das visuelle System

Kommentar B21, eingegangen am 15.09.2003:

Anders als beim Rauchen, wo man die bisherige Schädigung eines Menschen durch spezifische Untersuchungen auf Atemwegs-, oder Gefäßerkrankungen hin feststellen könnte, sind wir bei der elektromagnetischen Strahlung noch nicht so weit uns von der Gesamtbetrachtung eines Lebewesens schon abzuwenden, um uns auf einzelne Teilsysteme des Organismus zu beschränken. Deshalb ist es im Moment auch schwierig konkrete Versuchsvorschläge zu machen, oder fundierte Stellungnahmen zu solchen abzugeben. Es ist, wenn konkrete Hinweise vorliegen (z.B. EEG-Veränderungen, Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke), aber schon richtig diese gezielt weiter zu verfolgen, doch müssen weiterhin andere Experimente da sein, die das Gesamtlebewesen betrachten, um noch mehrere, vielleicht sogar entscheidendere Hinweise zu finden. Das Vorgehen könnte dabei in etwa dem der bayerischen Rinderstudie entsprechen, wobei jedoch unter wissenschaftlicheren, beziehungsweise charakteristischeren Bedingungen gearbeitet werden sollte und in jedem Fall nicht nur medizinisch-biologische Untersuchungen, sondern auch Verhaltensuntersuchungen nötig sind. (Was in der Rinderstudie teilweise auch schon geschah). Es sollten zusätzliche Hf-Quellen auf die Tiere gerichtet sein, um sich nicht auf die Wirkungen von nahen Mobilfunkmasten "verlassen" zu müssen, die selbst wenn vorhanden, eben zu schwach sein könnten um bemerkt zu werden. Es sollte auch eine sehr große Anzahl von Versuchstieren herangezogen werden, um Ergebnisse erhalten zu können, die statistisch belastbar sind. Es macht dann auch keinen Sinn, Tiere an denen man versucht schädliche Wirkungen zu erzeugen, vor Schädigungen bewahren zu wollen. Dies wäre bei der bayerischen Rinderstudie jedoch problematisch gewesen, da die Tiere private Nutztiere waren und eine zusätzliche Exposition (selbst unterhalb des Grenzwerts) wohl Diskussionen mit sich gebracht hätte. Da diese Untersuchungen jedoch sehr wichtig sind, sollte man sich auf keine Kompromisse einlassen müssen, was aber auch nicht dazu führen darf, dass Tierexperimente nur an Labornagern durchgeführt werden. Nicht nur die Verhaltensstudien wären hier deutlichst in ihrem Wert reduziert, was nicht gerade dazu geeignet ist, Effekte zu finden die sich offenbar nur sehr diskret zeigen. Ganz besonders heikel empfände ich im übrigen, - gerade bei der Omnipräsenz von elektromagnetischen Feldern -, eine sich bestätigende Beeinflussung des Gehirns durch die drahtlosen Übertragungssysteme. Damit würde sich die elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung nicht in eine Gruppe von unter gewissen Bedingungen "hinnehmbaren" Umweltbelastungen einreihen, sondern eine ganz neue Kategorie darstellen. Wir hätten damit nicht nur eine rein gesundheitliche, sondern auch geistige und eventuell emotionale Beeinflussung, die als solche nur als schädlich angesehen werden kann.

Kommentar enthält Neuvorschlag: Rinderstudie

Kommentar B22, eingegangen am 07.09.2003:

Die Veränderungen in der elektromagnetischen Umwelt werden nicht beschrieben und sind nicht Gegenstand eines Forschungsprojekts, sondern isolierte Messprogramme stehen im Vordergrund. Im biologischen Bereich werden wissenschaftliche Fragen geklärt, die weder die tatsächlichen Mehrfach- und Dauerbelastungen der Menschen im Bereich EMF wiederspiegeln. Diese Vorgehensweise verstärkt den Verdacht, dass die Feststellung der Unbedenklichkeit einzelner Funktechnologien das Ziel der Forschungsprojekte ist und nicht der Nachweis der Veränderung der Lebensqualität und derGesundheit der Betroffenen.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Reale Feldverteilung und tatsächliche Exposition
  • Querschnittstudie Basisstationen,
  • Ergänzungsstudie zu Probanden der Querschnittstudie
  • Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren

Kommentar B23, eingegangen am 15.09.2003:

ausdrücklich begrüße ich Ihre Initiative und schlage folgendes vor:

  1. Eine umfassende Studie < epidemiologisch und experimentell, Literatur- und Feldforschung > zum SYSTEMATISCHEN VERGLEICH der Wirkung technisch relevanter Spektralbereiche von
    • Hochfrequenz ungepulst
    • Hochfrequenz gepulst mit unterschiedicher Taktung
    sowohl unter allgemeiner physiologischer (insbes. Membranen, Mikrozirkulation)
    sowie unter psychologischer (Verhalten, Kognition) Blickrichtung.
  2. Eine Modellentwicklung zur Darstellung der Differenz zu erwartender Langzeitwirkungen oben genannter Frequenzen.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Effekte auf EEG, Kognition und cerebralen Blutfluss
  • Langzeitstudie (Verhalten, Kognition)
  • Dielektrische Gewebeeigenschaften in zellulären und subzellulären Dimensionen

Kommentar B24, eingegangen am 23.05.2003:

(...) schlagen wir folgende aussagekräftige, kurzfristig realisierbare und innerhalb von maximal 6 Monaten zu einem Ergebnis führende wissenschaftliche Untersuchungen vor (...):
Versuch 1: Einfluss der gepulsten HF-Strahlung auf Hühnerembryonen
Versuch 2: Einfluss der gepulsten HF-Strahlung auf Lebenserwartung und Generationenfolge von Fruchtfliegen (...)

(Hinweis: Der Kommentar kann aufgrund seiner Länge hier nicht vollständig abgebildet werden. Wenn Sie den gesamten Kommentar einsehen möchten, wenden Sie sich bitte an das BfS)

Kommentar enthält Neuvorschläge: Untersuchungen an Hühnerembryonen und Fruchtfliegen

Kommentar B25, eingegangen am 16.09.2003:

Zunächst freue ich mich über die Aktivitäten, die nun geplant sind, da sie unser Bedürfnis nach mehr Transparenz erfüllen könnten. Zu den wissenschaftlichen Konzepten brauche ich nichts ergänzen, da mir diese tiefergehenden technischen Kenntnisse fehlen.
Dennoch wünsche wir uns weitere Klärung der Frage, warum viele Menschen ( 10-15% ) Regulationsstörungen entwickeln, die durch andere umweltmedizinische oder psychosomatische Aspekte nicht gedeckt werden können.
Umweltmediziner an der Basis beobachten eine Reihe von therapieresistente Erkrankungen bei Personen, die sonst wenig empfindlich waren, oder auch bei Personen, die empfindlich sind und recht schnell auf eine Veränderung der EMF reagieren.
Die Analysen der Blutbilder haben deutliche Auffälligkeiten gezeigt, die bei "normalen" Patienten nicht so häufig vorkommen: Abfall oder Anstieg der Monocyten, Retikulocyten, Abfall des MCHC, Abnormalitäten des Blutbildes ohne Symptomatik, die darauf hindeutet ( Anämie )und Anstieg des HB. Bei Kindern unter 4 Jahren haben wir in einer Gruppe von 84 Personen offenbar Gerinnungsstörungen mit Koagulationsneigung.
Das deckt sich mit der Beobachtung, dass Kinder an Herzinfarkten oder an Apoplexie sterben.
Die Krebshäufigkeit ist wegen der vielen Faktoren nicht einzugrenzen, aber offenbar gibt es genügend cluster, die eine Untersuchung rechtfertigen sollten. Hier dominieren offenbar Tumore des Knochenmarkes und des Lymphsystems.
Desweiteren sollten hier die Fehler bei der Behandlung der Holzschutzmittel- und Schwermetallbelastung nicht wiederholt werden. Neben Psychosomatik existiert auch Somatopsychose! Eine Psychiatrisierung der Patienten bringt uns genausowenig weiter, wie eine klammheimliche Aufstellung eines Sendemasten ( DÜW, NW ).
Die Technische Universität Saarbrücken hatte zum Ziel, ein Meßkataster einzurichten, dass die UMTS Immision durch 174 Stationen aufnehmen sollte. Da das Saarland seit langen Jahren ein Krebsregister hat, könnte die Daten offengelegt werden und mit dem Register abgeglichen werden.
Die Risikokommission sollte sich enger mit den Umweltverbänden ( ökolog.Ärztebund,IGUMED, dbu und DGUHT ) als auch dem BUND zusammensetzen, die Ärztekammern und andere Multiplikatoren nutzen.
Außerdem existiert ein sehr gutes Computerprogramm, das mit Daten aus dem Katasteramt und der Sendetypen und -leistung die punktuelle Belastung in einer Gemeinde oder in Stadtteilen berechnen kann. Hier könnten die Betreiber ihre Geräte abstimmen.
Technische Möglichkeiten sind noch nicht ausgeschöpft in Bezug auf die Sendeleistung! Es sollten differenzierte technische Aspekte berücksichtigt werden.
Auf der Basis der WHO-Studien sollten schon Konzepte erarbeitet werden, die national oder im europäischen Raum umgesetzt werden können und die schon bekannten Fehler vermeiden könnten.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Einfluss von GSM und UMTS auf isoliertes menschliches Blut (Gentoxizität und differentielle Genexpression)
  • In vivo Experimente zur Leukämierate in AKR-Mäusen

Kommentar B26, eingegangen am 16.09.2003:

Um zu vermeiden, dass zu den Tausenden von Studien weitere hinzukommen, die politisch uminterpretiert werden und im Sande verlaufen, setzen wir folgende Vorrangigkeit:

Forschungspriorität 1: M005
Die Untersuchung einer multifunktionellen Belastung ist wichtig, sofern die Bestätigung eines solchen Ergebnisses nicht auf andere Belastungsfaktoren abgelenkt wird ( wie bereits geschehen durch den Bericht an die Europäische Kommission von 1997).

Forschungspriorität 2: M006/M007
Interessant sind die Studienvorschläge zur altersabhängigen Empfindlichkeit, sofern die erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit von Elektrosensiblen mit einbezogen wird.

Forschungspriorität 3: M014
Richtig ist die Überprüfung bevor eine neue Massentechnologie eingeführt wird (z.B. hier: Digitales Fernsehen)

Forschungspriorität 4: M012 a-d
Dies wirkt interessant um einen allgemeinen Überblick darzustellen.

Forschungspriorität 5: M015
Das "Minimierungsgebot" sollte dringendes politisches Ziel sein, auch ohne langfristige Studienergebnisse abzuwarten.

Fazit: Auch durch die besten Verfahren zur Risikokommunikation (M017), wird durch die Wahrheit über biologische Effekte durch hochfrequente elektromagnetische Felder auf Dauer nicht zu unterdrücken sein.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Elektrosensible im Hinblick auf Begleitfaktoren

Kommentar B27, eingegangen am 16.09.2003:

1.) M004 bzw. M016 : Molekulare bzw. subzelluläre Wirkungsmechanismen von HF-Feldern
a) Die Beschreibung des Vorhabens ist sehr allgemein gehalten. Was ist mit "bekannter Molekülresonanz" gemeint? Werden Schwingungs- bzw. Rotationsabsorptionsprozesse postuliert oder Polarisationseffekte, die mit unterschiedlichen Frequenzen untersucht werden sollen? Was ist mit "speziellen molekularen Verhältnissen" gemeint? Die Einbettung der Makromoleküle in eine wässrige Umgebung führt zu Stoßraten von 1012 s-1. Da gelten sicherlich Adair's kT-Restriktionen.
b) In Ergänzung zu diesen Untersuchungen ließe sich auch eine Molekülfunktion (im Gegensatz zur Molekülstruktur) frequenzabhängig untersuchen, wenn man z.B. die Reaktionsrate eines einzelnen Enzyms an einer veränderten Reaktionskomponente (z.B. Substratabnahme) mißt. ( Vorschlag: Peroxidasereaktion; siehe: J.Walleczek and J.J.L.Carson: 22.BEMS-annual meeting 2000, Munich, 2-2, p.8; das DC-Magnetfeld kann durch AC-Felder bis in den HF-Bereich ersetzt werden). Bei diesem Ansatz wird die biologische Umgebung u.a. auch durch Zugabe von ATP simuliert, die zu aktiven Prozessen führt (Zusammenfügen und Lösen der einzelnen Enzymkomponenten). Hier ließe sich die Radikalpaarmechanismus-Theorie studieren ( Frequenzabhängigkeit, keine Resonanzen).
c) Eine Theorie für primäre, resonante Interaktionsprozesse Feld/Molekül läßt sich auch an metabolischen Reaktionen studieren, an denen Metalloproteine beteiligt sind, die 2 äußere Elektronen haben und zu Triplettzuständen fähig sind. Mikrowellenenergien liegen im Bereich der Niveauabstände und können in Resonanz die Besetzungsdichten ändern und damit die biochemischen Reaktionsraten (F.Keilmann: Z.Naturforsch.41c,795(1986) ).

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Wirkungsmechanismen auf molekularer, sub-zellulärerer und zellulärer Ebene
  • Untersuchungen zur Frage, ob makroskopische dielektrische Gewebeeigenschaften auch auf Zell- bzw. im subzellulären Bereich uneingeschränkte Gültigkeit besitzen

Kommentar B28, eingegangen am 16.09.2003:

2.) M003: HF-Einfluß auf isoliertes menschliches Blut
Zu 1. Genotoxizität und 2. Differentielle Genexpression könnte ein dritter Punkt eingefügt werden: Induktion und Expression der Apoptose.
Dieser zelluläre Endpunkt ist in der Literatur als beeinflußbar geschildert. Zudem könnte auch manche Mikrokerninduktion, die in früheren Arbeiten (80er Jahre) HF-Feldern zugeschrieben wurde, eine erhöhte Expression von apoptotischen Bodies gewesen sein. Eine direkte oder indirekte metabolische Verstärkung der Endonukleaseaktivität ist denkbar, eine Induktion von Mikrokernen nicht.
Eine unterdrückte Apoptoseinduktion könnte zur Entstehung von Krebs führen, wenn notwendige zelluläre Abbauprozesse entfallen. Über den Endpunkt Apoptose wäre eine Verbindung Feld-Krebs untersuchbar.

3.) M006: Altersabhängigkeit: Relevante Parameter der biologischen Wirkung von HF-Feldern
Es scheint mir zu sehr die Liste der reinen physikalischen Parameter betont zu sein. Es ist ein Erfahrenswert dieses Forschungsgebietes, daß durch schwache Felder weniger Prozesse induziert als bereits ablaufende moduliert werden. So sollte bei diesem Vorhaben berücksichtigt werden, daß Kinder gegenüber erwachsenen Menschen einen erhöhten Metabolismus aufweisen (Wachstum und Entwicklung), und zudem ihr Immunsystem noch in einer an die Umwelt adaptiven Entwicklung steht.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Einfluss von GSM und UMTS-Signalen auf isoliertes menschliches Blut (Gentoxizität und differentielle Genexpression)
  • Machbarkeitsstudie zur Untersuchung altersabhängiger biologischer Wirkungen von HF-Feldern

Kommentar B29, eingegangen am 07.09.2003:

Gibt es eine erhöhte Anfälligkeit der Augen / Linse für grauen Star (Linsentrübung)?

Mein Sitzplatz zu Hause ist ca. 1 Meter vor einem Fenster, an dem von einem Fachmann 28 000 Mikrowatt / Quadratmeter gemessen wurde. Sollte man unter diesen Voraussetzungen die Blickrichtung zu Antenne vermeiden??

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder der Mobilfunkkommunikation auf Sinnesorgane. B. Das visuelle System

Kommentar B30, eingegangen am 16.09.2003:

  1. bei diversen schädlichen Einflüssen auf den menschlichen Organismus hat sich - oft nach Jahrzehnten - herausgestellt, daß auch die Langzeitniedrigexposition (long-term-low-level-exposure, permanent irritation) einen deutlich nachteiligen Einfluß auf die menschliche Gesundheit ausübt (z.B. Asbest, Radioaktivität etc.) Welche Vorkehrungen werden getroffen, um im Bereich Mikrowellenstrahlung durch Mobilfunkmasten, Handys und DECT-Telefone sicherzustellen, daß es mittel- und langfristig zu keiner nachteiligen Wirkung für die menschliche Gesundheit kommt?
  2. Wie wird sichergestellt, daß es aufgrund der Strahlenexposition durch Mobilfunkmasten etc. nicht zu einer Verschlechterung bestehender gesundheitlicher Beschwerden kommt? (z.B. bei bestehender toxischer Belastungssituation - ein Eindringen von zusätzlichen Toxinen ins Gehirn durch (teilweises) Versagen der Bluthirnschranke.)

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Langzeitstudie Verhalten / Kognition
  • Leukämierate bei AKR-Mäusen durch NF, GSM, UMTS
  • Querschnittstudie Basisstationen, ggf. Erweiterung M009
  • Prospektive Kohortenstudie
  • Blut-Hirn-Schranke in vitro / in vivo

Kommentar B31, eingegangen am 16.09.2003:

Als Biophysikerin verfolge ich die Forschungsprojekte des BFS mit Interesse und Aufmerksamkeit. Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm mit Forschungsvorhaben aus den Bereichen "Biologie", "Dosimetrie", "Epidemiologie" und "Risikokommunikation" bietet die Möglichkeit, grundsätzliche Wirkungen und Mechanismen sowie mögliche Ursachen der Elektrosensibilität zu klären. Die vom BFS vorgeschlagenen Vorhaben zu den biologischen Wirkungen lassen allerdings wichtige Endpunkte vermissen. So halte ich den Einschluß von in-vitro-Untersuchungen zur intrazellulären Signaltransduktion in Hinblick auf den Endpunkt Brustkrebs für besonders interessant.

Kommentar enthält Neuvorschlag:

  • Untersuchung Einfluss auf intrazelluläre Signaltransduktion im Hinblick auf Brustkrebs (in vitro)

Kommentar B32, eingegangen am 13.09.2003:

(...) Im Herbst 2000 wurde von Seiten des BMU angeregt, dass unsere Arbeitsgruppe sich mit den Fragen der Auswirkung elektromagnetischer Felder auf Nutztiere beschäftigt. Bereits seit dem Frühjahr 2001 liegt ein Forschungsantrag dem Ministerium bzw. Ihrem Hause vor. Diesen Forschungsantrag haben wir sowohl auf dem ersten Fachgespräch im Sommer 2001 in Salzgitter vorgestellt, wie auch in umfangreichen Diskussionen mit Ihrem Hause und mit Ihnen persönlich erörtert. Leider ist bis zum heutigen Tage eine Antwort Ihres Hauses auf die Bereitschaft, eine solche Studie in das Forschungsprogramm aufzunehmen, unbeantwortet geblieben (siehe z.B. unser letztes Schreiben vom 4.April 2003). Betrachtet man zudem, dass sämtliche Vorschläge des ersten Fachgespräches von Salzgitter mittlerweile in Förderung sind, bzw. in Planung zur Förderung sind, so drängt sich unsererseits der Eindruck auf, dass von Seiten Ihres Hauses bzw. des BMU eine Förderung des Vorhabens nicht beabsichtigt ist. Stichhaltige wissenschaftliche Gründe hierfür wurden uns bislang Ihrerseits nicht vorgetragen (...)

Kommentar enthält Neuvorschlag: Rinderstudie

Kommentar B33, eingegangen am 07.09.2003:

(...) Ich habe mir das Gesamtprogramm und die Vorschläge für weitere Forschungsprojekte auf den von Ihnen angegebenen Internetseiten angesehen und war sehr überrascht, dass das von mir ursprünglich initiierte und unter der Leitung von Herrn Prof. Kreienbrock beantragte Projekt "Niedersächsische epidemiologische Studie zur Auswirkung von Hochfrequenz-Anlagen auf Leistung und Gesundheit von Milchkühen" nicht erwähnt ist, zudem wir bis heute von Ihnen keine definitive Entscheidung zu unserem Antrag erhalten haben.
Ich bin in letzter Zeit wiederholt von Journalisten öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten gefragt worden, wann wir mit der Studie beginnen und habe sie stets mit Hinweis auf die ausstehende Förderung vertröstet. Auch die bayerische Landesregierung ist an unserer Studie interessiert, da sie als Folgestudie zur bayerischen Untersuchung als sinnvoll angesehen wird. In Hinblick auf die Relevanz der Untersuchungen, die in Berlin diskutiert werden sollen, denke ich, dass die Begründung einer Nichtförderung unserer Untersuchung sicher auf öffentliches Interesse stoßen wird.

Kommentar enthält Neuvorschlag: Rinderstudie

Bereich Dosimetrie

Kommentar D01, eingegangen am 16.08.2003:

Nach meiner Meinung sollte man vor allem die Gefahren von elektromagnetischen Wellen für den menschlichen Körper genauer erforschen.

Außerdem sollte das Augenmerk WLAN <-> UMTS gelegt werden. Wenn bei UMTS nicht bald Ergebnisse kommen wird es ein ausgedehntes WLAN-Netz geben bevor UMTS in die Puschen kommt. Momentan ist bei WLAN noch das Problem mit den Übergang von einer Basisstation zu einer anderen aber ich denke dass es nur eine Frage der Zeit ist bis auch das nicht mehr relevant ist und frage mich welche Vorteile UMTS gegenüber WLAN dann noch bietet (...)

Kommentar kann folgenden geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Reale Feldverteilung in der Umgebung von WLAN und UMTS
  • Langzeitstudie an Labornagern mit UMTS-Signalen

Kommentar D02, eingegangen am 16.08.2003:

Ist bereits eine Untersuchung vorgesehen inwieweit sich durch einen besseren Netzausbau und die damit reduzierte Sendeleitung der einzelnen Stationen und Mobilgeräte auf die individuellen Belastung auswirkt?

Hierbei wäre dann sicher auch noch zu unterscheiden zwischen der Belastung des Benutzers des Mobilgerätes und der allgemeinen Belastung im Bereich der Basisstation.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Personenbezogene Ermittlung der HF-Exposition
  • Minimierung der HF-Exposition durch regionale integrierte Netzplanung
  • Querschnittstudie an Basisstationen

Kommentar D03, eingegangen am 16.08.2003:

Mir ist aufgefallen, dass es den meisten Bürgern, die Angst vor Mobilfunkstrahlung haben, nicht bewusst ist, dass durch Reduzierung der Anzahl der Sendemasten die Strahlungsbelastung steigt und nicht etwa sinkt, da weniger Sendemasten immer noch die selbe Fläche abdecken müssen und so deren Sendeleistung erhöht werden muss. Aber nicht nur die Sendeleistung der Antennen sondern jedes einzelnen Mobiltelefons würde durch eine Reduzierung der Antennen nach oben gehen, was meines Erachtens eine viel größere gesundheitliche Gefährdung darstellt, wenn es überhaupt eine gibt (...)

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Minimierung der HF-Exposition durch regionale integrierte Netzplanung

Kommentar D04, eingegangen am 16.08.2003:

(...) Viele Forschungsergebnisse werden nicht schnelle eindeutige Ergebnisse zeitigen. Deshalb ist oft ein leichter Paradigmawechsel hilfreich.
Vielleicht kann man kann mit wenig technischem Aufwand mögliche (!) Beeinträchtigungen einfach und massiv verringern (höhere Wellenbereiche haben in Wasser eine höhere Dämpfung, Spread Spectrum, etc.) ohne dass man gleich auf konkrete Forschungsergebnissen warten muss. Ich finde, gerade dieser Ansatz (strahlungsarmes Handys usw.) ist besonders sinnvoll.

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Molekulare Wirkungsmechanismen im Frequenzbereich 1 GHz bis 10 GHz

Kommentar D05, eingegangen am 17.08.2003:

(...) Die geplanten Dosimeter müssen auch die gepulste HF richtig messen und nicht nur den gemittelten Wert. Letzteres wird zur Zeit im allgemeinen durch staatliche oder sonstige offizielle Institutionen gem. DIN/VDE 0848 praktiziert. Für die gepulsten Felder ist der Mittelwert nicht relevant!

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Personenbezogene Ermittlung der HF-Exposition

Kommentar D06, eingegangen am 22.08.2003:

Den Bereich "Erfassung der Exposition" (SKK 2.1.5 - 2.1.8) halte ich für äußerst wichtig für die Durchführung der übrigen Untersuchen. Die erfassten Strahlungswerte der unter 2.1.8 vorgeschlagene Studie sollten Grundlage für die verschiedenen Wirkungs-Untersuchungen sein. z.B. mein täglicher Tagesablauf als Student: morgens während der 20minütigen U-Bahn Fahrt haben zahlreiche Fahrgäste ihr Handy auf Netzsuche, angekommen im Hörsaal surfen ein paar Studenten per Laptop & WLAN im Internet, der Professor benutzt ein Funkmikrofon und etliche der 400 Studenten haben keinen Empfang für ihr Handy, weswegen wieder viele Handys auf Netzsuche sind. Daheim geben die vielen Bluetooth-Geräte, die Schnurlostelefone (und die der Nachbarn) nach DECT-Standard und der auf dem Nachbardach befindliche UMTS-Sendemast ihren Beitrag. Ist es dann wirklich aussagekräftig, wenn man in einem abgeschirmten Labor die biologische Wirkung nur einer Strahlungsquelle untersucht? In der Realität wirken etliche verschieden frequente und gepulste el.mag. Felder zusammen, wobei sich der Anteil in Zukunft noch erhöhen wird. Daher halte ich es für äußerst wichtig, dass bei einigen Untersuchungen mehrere Strahlungsquellen eingesetzt werden.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Exposition durch kabellose Übermittlungsverfahren in Haushalt und Büro
  • Ermittlung der HF-Exposition (u.a. WLAN, UMTS, DVB-T, Personendosimeter)

Kommentar D07, eingegangen am 26.08.2003:

Aus meiner Tätigkeit als Umweltberaterin in der Verbraucherzentrale ergeben sich folgende Schwerpunkte:

  • (...) standartisierte Meßverfahren zur Erhebung von tatsächlichen Belastungen (geeignete Parameterwahl, die für Belastung des Organismus relevant ist. (...)

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Reale Feldverteilungen und tatsächliche HF-Exposition

Kommentar D08, eingegangen am 25.08.2003:

  1. Wird ebenso untersucht welche örtlich gegebenen Reflexionen und Auswirkungen von Mobilfunkstrahlen (z.B. von Häuserwänden zur gegenüberliegenden Wand) auftreten?
  2. Verändert sich das elektromagnetische Feld, bzw. addieren sich elektromagnet. Auswirkungen bei unterschiedl. Wetter / Nässe z.B.?
  3. Wie ist die Auswirkung der Summe von Mobilfunksendern zu sehen, auch wenn jeder einzelne Sender unter den "Grenzwerten" bleibt? Wir z.B. werden Tag und Nacht von einem Mast mit 9 diversen Rundfunk- TV- plus Mobilfunk- Sendeanlagen "beglückt", komischerweise hat mein Körper offensichtlich eigene Grenzwerte, denn nachweislich seit D2 / D1 "Rundumstrahler" dazukamen, habe ich massive körperliche Probleme bekommen.
  4. Werden offizielle Messungen bei Mobilfunkmasten auch am Wochenende und nicht nur am Vormittag vorgenommen, denn wir beobachten eine starke Verschlimmerung der Symtome abends und am Wochenende.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Expositionerfassung im Rahmen der Querschnittstudie an Basisstationen
  • Reale Feldverteilung und tatsächliche HF-Expositionen

Kommentar D09, eingegangen am 27.08.2003:

Der Arbeitskreis Elektro-Biologie e.V. beschäftigt sich seit 15 Jahren mit der Exposition von statischen, niederfrequenten und hochfrequenten Feldern und deren gesundheitlichen Auswirkungen auf Menschen. Wir müssen feststellen, dass in den meisten Fällen die wissenschaftliche Forschung mit den Verhältnissen in der Praxis nicht das geringste zu tun hat. Aus unserer Sicht vollzieht die experimentelle Forschung die tatsächlichen Feldverhältnisse vor Ort nicht nach. Während 90 Prozent aller wissenschaftlichen Studien eine unikausale Feldsituation simulieren, ist in der Praxis am Arbeitsplatz, in der Wohnung eine multikausale Feldsituation gegeben. In der Realität treffen immer mehrere Felder gleichzeitig auf. Meist werden statische Magnetfelder neben elektrischen Wechselfeldern und magnetischen Wechselfeldern gefunden, diese wiederum überlagern sich mit diversen hochfrequenten Feldern aus dem Radio-, Fernseh- und Mobilfunk-Bereich. Die tägliche Messpraxis zeigt, dass auf diese Weise bis zu einem Dutzend verschiedener Feldarten auf den Menschen vor Ort einwirken. Warum wird nicht versucht die vor Ort auftretenden Feldverhältnisse im wissenschaftlichen Versuch zu simulieren.
Aus vieljähriger Erfahrung kann ich behaupten, dass meist nicht das einzelne Feld die ursächliche Belastung darstellt, sondern der Synergismus multipler Felder die tatsächliche Biobelastung darstellt.
Selbstverständlich sind viele weiter Parameter wie Feldstärke, Feldart und Expositionsdauer von Bedeutung. Ein singuläres Feld hat aber niemals das Schädigungspotential multipler Felder. Die Wechselwirkungen führen zu überadditiven Effekt, im schlimmsten Fall zu einem Multiplikatoreffekt. Wesentliche Forschungsansätze gehen bei Nichtbeachtung ins Leere!

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Reale Feldverteilungen und tatsächliche HF-Expositionen

Kommentar D10, eingegangen am 08.08.2003:

Projektentwurf zu mobilen und flächendeckenden HF-Monitoring; Entwicklung und Aufbau eines Systems zum kontinuierlichen und flächigen Monitoring von HF-Immissionen unter besonderer Berücksichtigung von Mobilfunk.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Reale Feldverteilungen und tatsächliche HF-Expositionen

Kommentar D11, eingegangen am 31.08.2003:

(...) Sicherlich werden Sie feststellen wollen, was denn von den konträren Aussagen richtig ist: Kleine Zellen und kleine Sendeleistung oder große Zellen mit höherer Leistung sowie Versorgung von innerhalb oder außerhalb der Stadtgebiete.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Minimierung der HF-Exposition durch regionale integrierte Netzplanung
  • Reale Feldverteilungen und tatsächliche HF-Expositionen

Kommentar D12, eingegangen am 01.09.2003:

Für besonders untersuchungswürdig halte ich dabei die Belastungen durch Anlagen zum schnurlosen Surfen im Internet über ISDN und DSL weil dabei in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes am Computer große Datenmengen mit hoher Intensität und über viel längere Zeit als beim Telefonieren gesendet werden.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Personenbezogene Ermittlung der HF-Exposition, v.a. WLAN
  • Exposition durch kabellose Übermittlungsverfahren in Haushalt und Büro

Kommentar D13, eingegangen am 01.09.2003:

Inwiefern spielen andere Strahlungsquellen, wie z.B. die jetzt in Mode kommende drahtlose Verbindung von Laptops ins Internet oder die Energieverbrauchsmessung an Heizkörpern über Funkverbindungen oder der drahtlose Hörgenuss mit mobilen Kopfhörern im Wohnbereich eine Rolle? Können durch andere Strahlungsquellen die Grenzwerte im Mobilfunkbereich bereits überschritten sein, weil andere Strahlungsquellen bereits eine strahlungsmäßige Grundbelastung darstellen?

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Reale Feldverteilungen und tatsächliche HF-Expositionen

Kommentar D14, eingegangen am 11.09.2003:

Es müssten auch Resonanzeffekte speziell bei Brillenträgern oder Trägern von Implantaten (auch Pearcing) untersucht werden. Da Metalle generell als gute Antennen funktionieren.

Generell sollte von einer Exposition der Bevölkerung mit Mikrowellen abgesehen werden. Insbesondere die sich ausbreitende W-LAN Technik (Sendebereich 2,4 oder 5 GHz) sollte wegen ihrer Resonanzfähigkeit mit Wasser (2,4 GHz - Mikrowelle) spezielles Augenmerk gelten.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Bestimmung der realen Feldverteilung in Umgebung von W-LAN
  • Molekulare Wirkungsmechanismen im GHz Bereich

Kommentar D15, eingegangen am 15.09.2003:

Es ist also nicht unbedingt der beste Weg, immer mit genau der Strahlung den gesundheitlichen Auswirkungen von HF-Strahlung auf die Spur kommen zu wollen, die gerade in der Technik Anwendung findet. Wir müssen erst einmal das Ganze verstehen lernen, bevor man konkret UMTS-Strahlung hernimmt. Der Gedanke, dies ist ja genau die Strahlung, die in der Praxis die eventuellen Beeinträchtigungen verursachen würde ist zu kurz, da beim heutigen, mangelnden Verständnis der Zusammenhänge von Vorgängen im Organismus und elektromagnetischer Strahlung, die UMTS-Strahlung im Experiment

durchaus ihre negativen Auswirkungen auf ein Lebewesen haben könnte, ohne dass dies vom Experimentator bemerkt werden würden. Um mit den Untersuchungen aus dem Bereich herauszukommen in dem keine leicht erkennbare/nachweisbare Schädigung oder Beeinflussung auftritt, obwohl eben eventuell ein Schädigungspotential vorhanden ist, sollte als Einfachstes zunächst versucht werden mit höheren Gesamt-, oder Peakleistungen zu forschen. Mit Erhöhung der Peakleistung soll die Möglichkeit angesprochen werden Expositionen zu generieren, die hohe Feldstärken enthalten ohne dabei in den Bereich der Gewebeerwärmung zu kommen. Vielleicht sollte in einigen Versuchen auch der Gedanke aufgegriffen werden, verschiedene elektromagnetische Signale zu mischen, da dies auch eine Möglichkeit darstellen könnte im Experiment in Richtung stärkere Belastung zu kommen. Wenn man in einem zeitlich recht begrenzten Experiment herausfinden möchte, ob eine Dauerexposition mit HF-Strahlung in einem langen Menschenleben eine schädliche Größe darstellt, muss man versuchen die Belastung im Experiment auf die Spitze zu treiben.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Wirkungsmechanismen auf molekularer, sub-zellulärerer und zellulärer Ebene
  • dielektrische Gewebeeigenschaften auf Zellebene bzw. im subzellulären Bereich

Kommentar D16, eingegangen am 16.09.2003:

Besonders deutlich werden Widersprüche im Bereich Dosimetrie. Eine Vielzahl von nationalen und internationalen Messkampagnen wurden durchgeführt und dokumentiert. Statt diese Daten auszuwerten oder ein Gesamtbild zu erstellen, werden neue Messkampagnen unterstützt, deren Parameter und Ergebnisse wegen der bekannten physikalischen Grundlagen schon heute feststehen und keine Grundlage für eine mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung darstellen, sondern offensichtlich lediglich der Akzeptanz einer neuen Funktechnologie (WLAN) dienen sollen.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Bestimmung der realen Feldverteilung

Bereich Epidemiologie

Kommentar E01, eingegangen am 23.08.2003:

(...) Warum werden nicht Forschungsstationen vor Ort aufgebaut und die Basisstationen überwacht wie dies in der freiwilligen Vereinbarung zu gesagt wurde. Warum werden nicht von neutralen Forschern in den Städten Messstationen betrieben, die, die wirklichen Belastungen messen und die Menschen vor Ort untersuchen die 24 Stunden von der Mikrowelle bestrahlt werden. Es werden immer nur die am Grünen Tisch ausgerechneten Werte veröffentlicht. Warum werden die Krankheitsbilder in der nähe von Basisstationen nicht untersucht.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • Querschnittstudie an Basisstationen
  • Reale Feldverteilungen und tatsächliche HF-Expositionen

Kommentar E02, eingegangen am 12.08.2003:

Votum zur Durchführung einer prospektiven Kohortenstudie zu Handy-Nutzern:
(...) Das Konzept für eine prospektive Kohortenstudie wurde in einer vom MTHR-Programm geförderten Machbarkeitsstudie in England und Schweden entwickelt. In diesen beiden Ländern soll auch eine Hauptstudie vorangetrieben werden. Es wird allerdings noch mindestens ein internationaler Partner gesucht, um eine Kohortenstärke zu erreichen, die auch für seltene Zielerkrankungen statistisch aussagefähige Resultate erlaubt. Geplant ist eine Hauptstudie in drei Ländern mit jeweils etwa 70.000 Probanden. (...) Das in England und Schweden entwickelte Konzept sieht eine prospektive Studie mit einer selektierten Gruppe mit kohorteninternen Risikovergleichen ("Vielnutzer" gegenüber herkömmlichen Handy-Nutzern) vor.

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Prospektive Kohortenstudie unter Handynutzern

Kommentar E03, eingegangen am 18.06.2003:

Vorschlag zur Durchführung einer prospektiven Kohortenstudie:
(...)I am writing to you to encourage implementation of a long term cohort study in Germany. Such a cohort study - feasibility of which has been established, would provide new information which will not be available from the ongoing research. In particular, a cohort study will be able to expand research on the head and neck tumors to many diseases, including neurodegenerative disease. Additionally, establishment of such a cohort will allow evaluation of the possible long-term health risk of mobile phone use and evaluation of new questions and hypothesis should they arise. Expansion of such a cohort to include Germany would enhance both the study and your research program (...)

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Prospektive Kohortenstudie unter Handynutzern

Kommentar E04, eingegangen am 18.06.2003:

Hiermit möchte ich Sie von einer Machbarkeitsstudie in Kenntnis setzen, in der epidemiologische Instrumente mit physikalischen und zytogenetischen Methoden kombiniert sind. Untersuchungsort ist die Umgebung einer norddeutschen Basisstation, die mit vier Sendern bestückt ist. Zielgruppe der Untersuchung sind Familien mit Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren, und zunächst soll in dieser Altersgruppe die Wirkung der Radiofrequenzen auf zytogenetische Parameter in Lymphozytenchromosomen untersucht werden (...)

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Querschnittstudie an Basisstationen

Kommentar E05, eingegangen am 11.09.2003:

Die personenbezogene Dosimetrie sollte, nachdem sie in Kürze verfügbar ist, das Kernstück jedes epidemiologischen Projektes bilden. Nur so sind valide Aussagen zum Zusammenhang zwischen Exposition und Befindlichkeit/gesundheitlichen Effekten möglich. Es ist weiterhin wichtig, personenbezogene Messungen an einer repräsentativen Stichprobe der Bevölkerung durchzuführen, um die tatsächliche Exposition dieser gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern besser einschätzen zu können.

Darüber hinaus sollten epidemiologische Untersuchungen an Kindern und Jugendlichen stattfinden. Da Kinder und Jugendlichen zum einen Mobilfunk zumeist nur "zum Spass" einsetzen und noch wenig besorgt um die möglichen Folgen sind, auf der anderen Seite aber möglicherweise eine besonders vulnerable Gruppe darstellen, erscheint es aus Sicht der öffentlichen Gesundheit wichtig, sie in die Untersuchungen mit einzubeziehen. Dies würde auch der Besorgnis der Bevölkerung um den Schutz dieser Bevölkerungsgruppe Rechnung tragen.

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Bestimmung der Exposition der Personengruppen, die im Rahmen der "Querschnittsstudie Mobilfunkbasisstationen" untersucht werden
  • Personendosimeter

Kommentar E06, eingegangen am 15.09.2003:

Das Kapitel Epidemiologie ist (Stand 15.9.2003) mit drei Vorschlägen sehr bescheiden ausgefallen und in Relation zu den Arbeiten die im Bereich der Lufthygiene in Deutschland in den letzten Jahren durchgeführt wurden eigentlich beschämend. Auch wird der Hauptfokus der öffentlichen Diskussion, die Wirkungen von Mobilfunksendeanlagen und DECT-Schnurlostelefonen im dringend nötigen epidemiologischen Ansatz nicht erwähnt.

Das Land Salzburg hat gemeinsam mit der Universität Wien (Prof. M. Kundi) ein Studienkonzept für eine Fall-Kontroll-Studie zu den Endpunkten Hirntumore, Leukämien und Lymphome ausgearbeitet. Als Expositionsgrößen ist vorgesehen im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes verschiedene Parameter wie zB statische Magnetfelder, elektrische Wechselfelder, magnetische Wechselfelder, elektromagnetische Wellen, Benzol, Radioaktivität, Pestizide etc. zu bestimmen. Wenn von Ihrer Seite ein Interesse an diesem Konzept besteht, freue ich mich über eine Kontaktaufnahme.

Kommentar kann folgendem geplanten Projekt zugeordnet werden:

  • Querschnittstudie um Mobilfunkbasisstationen
  • Interphone-Studie, ergänzt um DECT

Kommentar E07, eingegangen am 16.09.2003:

Mit Hilfe von bei Krankenkassen vorliegenden Dateien oder Umfragen bei praktizierenden Ärzten sollte geprüft werden, ob in den letzten Jahren eine Zunahme von Erkrankungen wie z.B. Tinnitus, Gleichgewichtsstörungen, Depressionen u.a. zu verzeichnen ist.

Kommentar enthält einen Neuvorschlag

Bereich Risikokommunikation

Kommentar R01, eingegangen am 16.08.2003:

(...) Des weiteren haben die Menschen auch oft Angst wenn sie direkt unter einer Antenne wohnen. Ist dieser Bereich nicht im "toten Winkel" der Antennen?! Ich bin der Meinung dass hier müsste mehr Öffentlichkeitsarbeit Seiten der staatlichen Institutionen betrieben werden um die Öffentlichkeit besser aufzuklären.

Kommentar kann dem Projekt "Risikokommunikation" zugeordnet werden

Kommentar R02, eingegangen am 26.08.2003:

(...) Aus meiner Tätigkeit als Umweltberaterin in der Verbraucherzentrale ergeben sich folgende Schwerpunkte:

  • öffentliche Diskussion der Forschungsergebnisse in verständlicher Form unter Einbeziehung unabhängiger, kompetenter Partner (zB: Verbraucherzentralen)
  • Risikokommunikation/praxisnahe Stategien zur Aufklärung unter Wahrung des Vorsorgegedankens
  • Interessant wäre, gerade im Zuge der Gesundheitsreform, welche Kosten der Allgemeinheit durch "EMF"Krankheiten entstehen

Neben allen Forschungsvorhaben sollte ein Sofortprogramm gestartet werden, das ohne Hysterie eine bessere Aufklärung über mögliche Gefahren vor allem unter unseren sorglosen Kindern und Jugendlichen zum Ziel haben sollte. Daneben sollten Verhandlungen mit der Industrie aufgenommen werden, um eine schnelle Grenzwertabsenkung auf das durchaus Machbare herbei zuführen. Die behördlichen Zuständigkeiten sollten dringendst in ein Hand gelegt werden - die Verweise auf andere und das Warten auf deren Handeln sind kontraproduktiv.

Kommentar kann dem Projekt "Risikokommunikation" zugeordnet werden

Kommentar R03, eingegangen am 26.08.2003:

(...) Der Notiz in der SZ vom 22.8.03 zu ihrem Forschungsprogramm entnehme ich, das BfS und die Mobilfunkbetreiber übernähmen je die Hälfte der Kosten des Programms. Für den Fall eines Ergebnisses, dass Mobilfunkstrahlen keinen Schaden anrichten, ist damit bereits die Interpretation vorprogrammiert, dieses sei kein Wunder, denn das läge im Interesse der Betreiber, die mit ihrem hohen Anteil an den Kosten die Ergebnisse in ihrem Sinn beeinflusst hätten. In dem Fall würden viele Menschen weiterhin unter Nocebo-Effekten (...) leiden müssen. Ich würde es begrüßen, wenn sie überzeugend darlegen könnten, dass eine solche Interpretation nicht gerechtfertigt ist.

Kommentar kann dem Projekt "Risikokommunikation" zugeordnet werden

Kommentar R04, eingegangen am 15.09.2003:

Eine Klärung dieser Problematik ist dringend anzustreben. Insbesondere da die entsprechende Technik schon zu verbreitet ist, und zu gedankenlos genutzt wird, als dass es Zeit zu verlieren gäbe. Die Zeit der allgemeinen Exposition läuft, und wenn die Problematik nicht jetzt für diese Menschen geklärt wird, fragt sich, für wenn sie überhaupt geklärt werden soll. Das eben verwendete Wort "gedankenlos" ist dabei übrigens nicht abwertend gemeint oder in Richtung von Mobilfunkkonzernen zu interpretieren; nur sieht die Realität eben so aus, dass vielleicht 50% der Menschen, noch nicht einmal einen Gedanken daran verschwenden, wie es ein Handy oder ein schnurloses Telefon schafft ohne Kabel auszukommen. Es ist ja auch nicht ihre Aufgabe, sich darum zu kümmern. Traurig ist nur, dass Menschen, die jahrelang mit entsprechenden Geräten elektromagnetische Hochfrequenzfelder erzeugen, die dann ihre Körper durchsetzen und dabei Energie auf eine bestimmte Art und Weise abgeben, völlig ahnungslos und unbesorgt sind, dann aber durch Berichte von Elektrosmog, völlig alleingelassen, Hilfe in dubiosen Geräten, Kristallen oder wer weiß was suchen. Diese Situation ist für eine moderne Zivilisation eigentlich beschämend. Aber wie erwähnt, ist es eigentlich nicht die Aufgabe dieser ahnungslosen Menschen, die ihre Beschäftigungen auf nichttechnischen Gebieten haben, diese Situation aufzulösen.

Kommentar kann dem Projekt "Risikokommunikation" zugeordnet werden

Kommentar R05, eingegangen am 15.09.2003:

Die geforderte Information und Transparenz nur gegenüber den Betreiber zu fordern, erhöht weder die Glaubwürdigkeit des BfS noch der vorgeschlagenen BfS-Forschungsprogramme, wenn die notwendige Information und Transparenz bei der Entstehung der Struktur und bei der Begleitung der Forschungsprogramme des BfS fehlen.

Kommentar kann dem Projekt "Risikokommunikation" zugeordnet werden

Kommentar R06, eingegangen am 15.09.2003:

Der Bereich der Risikokommunikation vernachlässigt die Neutralität. Übergeordnetes Ziel des Projekts des BfS soll es sein, die Risikokommunikation durch das BfS so zu optimieren, dass die vermittelten Inhalte von einem möglichst großen Teil der Bevölkerung als Wissensgrundlage für Überlegungen und Diskussionen im Bereich der möglichen gesundheitlichen Auswirkungen durch hochfrequente elektromagnetische Felder herangezogen werden können.

Angeführt wird das Vorhaben "Wissensbasierte Literaturdatenbank über die Einwirkungen elektromagnetischer Felder auf den Organismus und auf Implantate", welches das BfS betreut und das "Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit" (FEMU) bearbeitet. Die Literaturdatenbank stellt ein neues, ehrgeiziges und durchaus hilfreiches Projekt dar. Allen Beteiligten im BfS sollte bekannt sein, dass diese Datenbank überwiegend nach entscheidenden Industrievorgaben aufgebaut und organisiert wurde und immer noch wird, die nur zu geringer Akzeptanz bei den Betroffenen führen wird.

Kommentar kann folgenden laufenden oder geplanten Projekten zugeordnet werden:

  • "Wissensbasierte Literaturdatenbank über die Einwirkungen elektromagnetischer Felder auf den Organismus und auf Implantate"
  • "Risikokommunikation"

Kommentar R07, eingegangen am 15.09.2003:

3.Zeithistorische Darlegung der gesellschaftlichen Verantwortung für die Einführung gepulster Hochfrequenzen in die zivile Kommunikationstechnologie (Mobilfunk, schnurlose Haustelefone/DECT,Babyphone, kabellose Hardwarevernetzung usw.). Fragestellung im Hinblick aufstattgefundene Beratungen, Anhörungen, Beschlüsse, Gesetzgebungsverfahren usw. und der dabei von welchen Institutionen und Personen vorgebrachten Stellungnahmen sowie deren rechtliche, politische, wissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Begründungen.
Begründung: Schon bisher können medizinische und verhaltens- und kognitionspsychologische Beobachtungen schwerwiegende strahlenhygienische Bedenken begründen gegen die allgemeine Verwendung gepulster Hochfrequenz. Im Sinne einer demokratischen Transparenz der Verantwortung für Gesundheitsprävention in diesem Bereich ergibt sich daraus die Forderung nach wissenschaftlicher Fundierung einer umfassenden kritischen Reflektion der Verwendung dieses technischen Standards der Kommunikationstechnik.

Kommentar kann dem Projekt "Risikokommunikation" zugeordnet werden.