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Validierung des Expositionssurrogats der Querschnittsstudie zu Basisstationen

Thema

Validierung des Expositionssurrogats der Querschnittsstudie zu Basisstationen

Beginn

01.08.2007

Ende

31.01.2008

Projektleitung

Universität Bielefeld

Zielsetzung

Im Rahmen des DMF-Vorhabens „Querschnittsstudie zu Erfassung und Bewertung möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch die Felder von Mobilfunkbasisstationen“ wurde auf Basis der Standortdaten der Basisstationen und weiteren Parametern ein Expositionssurrogat entwickelt. Bisherige Bewertungen des Expositionsmaßes ließen eine nicht unerhebliche Fehlklassifikationswahrscheinlichkeit erwarten. Aufgrund fehlender Vergleichsdaten konnte jedoch bisher keine externe Validierung vorgenommen werden. Inzwischen liegen aus dem DMF-Vorhaben „Ergänzungsstudie zu Probanden der Querschnittsstudie“ für 1.390 Probanden der Querschnittsstudie Messungen mit Personendosimetern vor. Für diese Probanden sollte eine externe Validierung des Expositionssurrogats mit Hilfe der Messungen durchgeführt werden.

Methoden

In das von ECOLOG-entwickelte Expositionssurrogat gingen folgende Parameter aus folgenden Datenquellen ein:

  1. Datenbank der Bundesnetzagentur mit Stand von 2006
    • Geokoordinaten der Antennen
    • Montagehöhe jeder Antenne
    • Sicherheitsabstände der Antennen
    • Funksystem (GSM-900, GSM-1800, UMTS)
  2. Fragebogen (schriftliche Befragung der Probanden der Vertiefungserhebung)
    • Urbanität
    • Umgebungsbebauung
    • Bebauung/Vegetation vor den Fenstern
    • Höhe des Haushalts über Grund (Etage)
    • Himmelsrichtung der Schlafzimmerfenster
  3. Interviewerdokumentation vor Ort
    • Himmelsrichtung der Schlafzimmerfenster (Kompass)
    • Höhe des Haushalts über Grund (Etage)

Für 1.390 Probanden lag sowohl das berechnete Expositionssurrogat (auf Basis der Angaben der Probanden aus schriftlichen Befragungen und der Standortdaten der Basisstationen) als auch Messwerte vor, die mit Hilfe von Personendosimetern der Firma Antenessa im Schlafzimmer der Probanden durchgeführt worden waren. Probanden, die nach Abschätzung des Expositionssurrogats mehr als 500 m von einer Basisstation entfernt wohnten, wurden aus den Analysen ausgeschlossen, da davon ausgegangen wurde, dass die Exposition praktisch Null ist. Für die Validierung verblieben somit 1.132 Datenpaare. Beide Expositionsvariablen wurden dichotomisiert und das so genannte 90 % Perzentil gebildet. Zur Bewertung der Validität des Expositionssurrogats wurde der Korrelationskoeffizient zwischen Messwert und Expositionssurrogat (Kappa-Wert) und die Sensitivität und Spezifität basierend auf der dichotomen Variable berechnet.

Ergebnis

Mit einem Kappa-Wert von 0,17 und einer Sensitivität von 25,4 und einer Spezifität von 91,7 muss der Grad an Übereinstimmung zwischen geschätzter Feldstärke (Expositionssurrogat) und Messwerten als sehr gering eingestuft werden. Problematisch waren insbesondere Ungenauigkeit in den Geokoordination der Basisstationen und Wohnungen sowie Ungenauigkeiten in der Angaben der Probanden zu Umgebungsbebauung und anderen relevanten Variablen. In der internen Validierungsstudie von ECOLOG war der Grad an Übereinstimmung zwischen gemessenen Werten und über das Expositionsmodell berechneten Werten deutlich besser, da die verwendeten Eingangsparameter für das Modell im Vergleich zu den in der epidemiologischen Studien erhobenen Parametern genauer waren (z.B. exakte Koordinaten von Wohnung und Basisstation, von Experten vor Ort bewertete Umgebungsbebauung etc.).

Schlussfolgerung

Ohne deutliche Verbesserung der Eingangsparameter für das Expositionssurrogat ist der Einsatz des Expositionssurrogats in epidemiologischen Studien zur Risikoabschätzung nicht geeignet.

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