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Bestimmung der realen Feldverteilung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern in der Umgebung von Wireless LAN-Einrichtungen (WLAN) in innerstädtischen Gebieten

Thema

Bestimmung der realen Feldverteilung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern in der Umgebung von Wireless LAN-Einrichtungen (WLAN) in innerstädtischen Gebieten

Beginn

15.11.2004

Ende

14.05.2006

Projektleitung

ARC Seibersdorf research GmbH, Österreich

Zielsetzung

Wireless LAN wird im Bereich der Datenkommunikation als eine Alternative zu GSM- und UMTS-Netzen in innerstädtischen Gebieten angesehen. Zum Zeitpunkt der Projektdefinition zu Beginn des Jahres 2004 befanden sich mehrere so genannte "City-LANs" (z. B. in Hamburg) im Aufbau. Anfang 2007 sind bundesweit bereits über 12.000 WLAN Hot-Spots, also öffentliche Orte, an denen ein drahtloser Zugang zum Internet mittels WLAN ermöglicht wird, in einschlägigen Listen verzeichnet.

Im Rahmen dieses Projektes sollte mittels Rechnersimulationen und Messkampagnen die Verteilung elektromagnetischer Felder im Umfeld von WLAN-Sendeantennen öffentlicher "Hot-Spots" erfasst werden, um auf diese Weise die reale Expositionssituation zu erfassen, welche sich an derartigen Orten für die Bevölkerung ergibt. Sowohl die Felder der Access Points (von Ihrer Funktion vergleichbar mit den Basisstationen im Mobilfunk) wie auch die von den Endgeräten der Nutzer (in der Regel sind dies Laptops) ausgehenden Felder sollten berücksichtigt werden.

Ergebnisse

Im Laufe der Projektdurchführung wurden Untersuchungen in einem Cafe, in einem Flughafenterminal, auf einem Universitäts-Campus, auf einem Platz im Innenstadtbereich, in Wohnvierteln, in denen ein drahtloser Internetzugang per WLAN für die Anwohner angeboten wird, sowie auf der Computermesse CeBit in Hannover durchgeführt. In allen Szenarien wurde von den Betreibern Technik der Standards IEEE 802.11 b oder g eingesetzt. Die an den unterschiedlichen WLAN Hot-Spots erhobenen Immissionen lagen alle deutlich unterhalb der Referenzwerte der Ratsempfehlung der Europäischen Union 1999/519/EG von 10 W/m2. Zu unterscheiden sind dabei zeitliche und räumliche Spitzenmesswerte von zeitlich und räumlich gemittelten Werten. Die höchsten gefundenen Spitzenmesswerte lagen im Bereich von 100 – 200 mW/m2. Messwerte, die räumlich über typische menschliche Körperdimensionen und zeitlich über 6 Minuten gemittelt wurden, lagen etwa ein bis zwei Größenordnungen (Faktor 10 bis 100) unter den Spitzenmesswerten.

Der Abschlussbericht liegt zum Download als PDF (3.127 kB) vor.

Publikationen

  • G. Schmid, P. Preiner, D. Lager, R. Überbacher, and R. Georg: Exposure of the general public due to wireless LAN applications in public places, Radiation Protection Dosimetry, Vol. 124, No. 1, 2007, pp. 48-52, doi:10.1093/rpd/ncm320

Fazit

Für die allgemeine Bevölkerung geht derzeit nur eine geringe zusätzliche Exposition durch die WLAN Sendeanlagen sowie durch die Sender der WLAN Nutzer an so genannten Hot-Spots aus. Eine vorsorgliche zusätzliche Reduzierung kann erreicht werden, wenn insbesondere die Access Point Antennen so platziert werden, dass eine unmittelbare Annäherung von Personen an die Sendeantennen verhindert wird.

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