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Beeinflussung der spontanen Leukämierate bei AKR/J-Mäusen durch nieder- und hochfrequente elektromagnetische Felder

Thema

Beeinflussung der spontanen Leukämierate bei AKR/J-Mäusen durch nieder- und hochfrequente elektromagnetische Felder

Beginn

01.10.2002

Ende

30.09.2004

Projektleitung

International University Bremen

Zielsetzung

Ziel ist die Untersuchung der Frage, ob niederfrequente elektromagnetische Felder oder hochfrequente Felder der GSM-Mobilfunktechnologie bei chronischer Exposition die Leukämierate oder die Bildung solider Tumore in einem Leukämie-Tiermodell, der AKR-Maus, beeinflussen. Eng an diese Studie angebunden ist das Projekt „in vivo-Experimente unter Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern der Mobilfunkkommunikation B. Kanzerogenese“, in dem die Wirkungen hochfrequenter Felder des UMTS-Mobilfunkstandards untersucht werden. Hierdurch ergibt sich erstmals die Möglichkeit eines direkten Vergleichs der chronischen Wirkungen dieser unterschiedlichen Felder im gleichen Tiermodell.

Ergebnisse

Die Untersuchungen wurden an Mäusen des Stammes AKR/J durchgeführt. Die Tiere erkranken im Laufe ihres Lebens mit hoher Wahrscheinlichkeit an Krebserkrankungen des blutbildenden Systems. Gegenstand der durchgeführten Untersuchungen waren der Zeitverlauf der Erkrankung, die Entwicklung des Körpergewichts, die Analyse des Blutbildes, die Überlebensdauer sowie pathologische und histologische Endpunkte. Folgende Experimente wurden durchgeführt: A) Exposition für 24 Stunden pro Tag zu 1 µT 50 Hz MF (Gruppe 1, n = 160), 100 µT 50 Hz MF (Gruppe 2, n = 160), scheinexponiert (Gruppe 3, n = 160); B) Exposition für 24 Stunden pro Tag zu 1000 µT 50 Hz MF (Gruppe 1, n = 160), für 12 Stunden pro Tag (nachts) zu 1000 µ 50 Hz MF (Gruppe 2, n = 160), scheinexponiert (Gruppe 3, n = 160); C) Exposition für 24 Stunden pro Tag zu EMF 900 MHz, GSM-moduliert, 0,4 W/kg SAR (Gruppe 1, n = 160), scheinexponiert (Gruppe 2, n = 160). Die Durchführung der Studie erfolgte geblindet.

Die Unterschiede in den Überlebensraten von exponierten und scheinexponierten Tieren waren statistisch nicht signifikant, ebenso wenig unterschieden sich Lymphomhäufigkeit, Anzahl der überlebenden Tiere und Überlebenszeit. Krankheitsbedingte Veränderungen des Blutbildes über die Zeit traten bei exponierten und scheinexponierten Tieren gleichermaßen auf. Der einzige statistisch signifikante Unterschied bestand in einer leichten Zunahme des relativen Körpergewichts der GSM-900 exponierten Tiere im Vergleich mit den scheinexponierten Kontrollen.

Der vollständige Bericht steht zum Download als PDF-Datei (573 KB) zur Verfügung.

Publikationen

  • Sommer, A.M., Lerchl, A., The risk of lymphoma in AKR/J mice does not rise with chronic exposure to 50 Hz magnetic fields (1 µT and 100 µT), Radiation Research (2004) 162, 194-200
  • Sommer, A.M., Streckert, J., Bitz, A.K., Hansen, V., Lerchl, A. No effects of GSM-modulated 900 MHz electromagnetic fields on survival rate and spontaneous development of lymphoma in female AKR/J mice, BMC Cancer (2004) 4:77, http://www.biomedcentral.com/1471-2407/4/77
  • Sommer, A.M., Lerchl, A. (2006) 50 Hz magnetic fields of 1mT do not promote lymphoma development in AKR/J mice, Radiation Research 165, 343-349

Fazit

Insgesamt konnten keine schädigenden Einflüsse der niederfrequenten elektromagnetischen Felder oder der hochfrequenten Felder nach GSM-Standard nachgewiesen werden. Die Hypothese, dass die chronische Exposition gegenüber niederfrequenten oder hochfrequenten elektromagnetischen Feldern die Entwicklung von Krebserkrankungen des blutbildenden Systems fördert (z.B. Repacholi et al. 1997) wird von den Ergebnissen der vorliegenden Studie nicht gestützt.

Eine Zusatzuntersuchung bezüglich der unter GSM-Exposition detektierten Gewichtszunahme der exponierten Tiere im Vergleich zur Kontrolle ist geplant.

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